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Im Südwesten von Brasilien, unweit der weltbekannten Wasserfälle von Iguaçu, liegt die Kleinstadt Capanema direkt angrenzend an das grosse Biosphärenreservat von Iguaçu. Von den rund 20'000 Einwohnern lebt die Hälfte auf kleinen Bauernhöfen im Landesinneren. Das Klima ist subtropisch und die Landschaft ist gekennzeichnet von kleinen bewaldeten Hügeln, Flüsschen und einer kleinräumigen diversifizierten Landwirtschaft.
Der Entscheid der Kleinbauern, schon vor 20 Jahren auf die Agrochemie zu verzichten, war auch ein Versuch grundsätzliche Probleme der Bauerngemeinden der Region gemeinsam anzugehen: Die Verarmung und die Abwanderung. In Capanema sind die Arbeitsmöglichkeiten ausserhalb der Landwirtschaft sehr begrenzt. Viele ziehen es vor, nach São Paulo oder Curitiba zu migrieren. Als unqualifizierte Arbeitskraft ist es in den Metropolen Brasiliens aber keineswegs eine einfache Aufgabe sich durchzuschlagen und viele landen in den grossen Favelas dieser Riesenstädte. Andere schliessen sich in ihrer Hoffnung auf ein besseres Leben auch Landlosenbewegungen an und verlassen ihren Hof. Meistens gehen die Träume in Brüche, und die Leute finden sich innerhalb kürzester Zeit wieder in einer noch schlechteren Situation.
Der faire Handel von biologisch produzierter Soja mit Kleinproduzenten eröffnet neue Zukunftsperspektiven in der Region. Oder wie ein Bauer sagte: "Heute erhalten wir nicht nur einen besseren Preis, sondern wir können auch stolz gegenüber den Städtern sein, denn unsere Bio-Produkte sind fast schon Medizin und die Städter schauen auf uns nicht mehr herab, sondern sind dankbar."
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