|
Der direkte Kontakt zu den Bauern ist das wichtigste Element der Arbeit von gebana Brasil. Die häufigen Besuche bei den Bauern erlauben es, konkrete Anliegen zu erfassen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dabei wird Vertrauen aufgebaut.
Die Zusammenarbeit mit Produzenten erfolgt auf der Basis von ein- oder mehrjährigen Anbauverträgen. Gebana Brasil berät in biologischen Anbaumethoden und organisiert und finanziert für die Produzenten Saatgut, Dünger und biologische Schädlingsbekämpfung. Die Produzenten verpflichten sich im Gegenzug, ihre Ernte zu liefern und sich an die Richtlinien zu halten.
Im brasilianischen Winter im August werden die Verträge mit den Bauernvereinigungen, Kooperativen und Einzelbauern erneuert, spezielle Entwicklungen werden diskutiert und der Bedarf an Saatgut und anderen Betriebsmitteln wird ermittelt.
Im September/Oktober wird das genau auf GVO-Freiheit geprüfte Saatgut geliefert und alle Betriebsdaten für die Biozertifizierung werden erhoben. Die Aussaat erfolgt im Oktober und November, häufig von Hand. Bis zur Ernte im März/April stehen dann Anbaufragen im Vordergrund. Die Berater sind ständig unterwegs und meistens geht es nicht nur um Soja, sondern auch um Maniok, Weizen, Mais, Bananen, Ananas, Kredite und die Schulbildung der Kinder. Am meisten Arbeit verursacht das Unkraut jäten. Darin liegt aber auch der grosse Vorteil der Kleinbauern und ihrer nachbarschaftlichen und familiären Arbeitskraft. Grossbauern fällt es sehr schwer die Unkrautbekämpfung zu organisieren und die Versuchung unlautere Mittel einzusetzen ist gross.
Im März/April wenn die Soja reif ist, wandelt sich die Bitte um genug Regen zur Sorge wegen zuviel Regen. Die Ernte erfolgt in einem möglichst günstigen Zeitpunkt, häufig von Hand oder mit einem gemieteten Mähdrescher, der ganz genau gereinigt werden muss, damit keine Verunreinigung mit gentechnisch Veränderter Soja stattfinden kann.
Der Sojaanbau ist für die Bauern der Region die wichtigste Einnahmequelle. Gebana bezahlt für Bio-Sojabohnen zwischen 20 und 70% über dem lokalen Marktpreis (Preise pro 60kg-Sack lagen 2006 zwischen rund 15.5 USD (Futterqualität) und 19 USD (Demeter-Qualität)). Damit die Abhängigkeit von der Soja nicht zu gross wird, werden auch viele Produkte für den Eigenverzehr und den lokalen Markt gepflanzt. Die gebana Brasil hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Soja auch einen Markt für andere "Cash-crops" zu finden.
Im Anschluss an die Ernte findet ein grosses Treffen statt an dem meistens auch Kunden aus Europa teilnehmen. Es geht gebana Brasil darum gegenseitige Transparenz und Vertrauen aufzubauen und die Weichen für die Zukunft gemeinsam mit Bauern und Kunden zu stellen.
Weitere Informationen zu gebana Brasil
|