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Das traditionelle Datteljahr beginnt im Januar, wenn die Palmen von den Resten der vergangenen Ernte gesäubert werden. Dattelpalmen sind zweihäusig, es existieren also männliche und weibliche Pflanzen getrennt. Pro männliche Palme werden in den Oasen jeweils 100 weibliche Palmen gepflanzt. Im März, wenn die Blütenstände bereit sind, müssen die Blüten manuell bestäubt werden, dazu werden pollengetränkte Tücher über ihre Blütenstände gezogen.
Einige Monate später, wenn die Fruchtstände bereits schwer der Ernte entgegenwachsen, werden die Fruchtstände richtig gehängt, damit sich die Früchte gut ausbilden können. Da reife Datteln sehr empfindlich auf Nässe reagieren, müssen die reifenden Datteln vor Regen geschützt werden. Ab Anfang September werden die Fruchtstände deshalb mit wiederverwendbaren Plastiksäcken verhüllt. Bei der Ernte ab Mitte Oktober werden die Datteln von Hand geerntet. Bei allen Pflegemassnahmen und bei der Ernte werden die Palmen erklettert: im ganzen Jahresablauf rund 10 mal pro Palme!
Als Bindeglied zwischen Bauern und Kunden bietet gebana Maghreb den zurzeit 39 Dattelproduzenten Unterstützung bei der Kontrolle und Beratung bei der Produktion an. Im Rahmen des für die Biozertifizierung von Kleinbauern notwendigen internen Kontrollsystems werden die Bauern mehrmals jährlich besucht. Dabei werden einerseits Daten zur voraussichtlichen Erntemenge, Verwendung von Ziegen- und Schafsmist und der Einhaltung der Biorichtlinien erhoben. Andererseits werden die Bauern in der Wahl des günstigen Erntezeitpunks, der Entwicklung von biologischen Anbaumethoden und der Kompostierung beraten. Während die Verwendung von Mist als Ersatz für Kunstdünger bereits weite Verbreitung gefunden hat, stellt die biologische Unkrautbekämpfung (Unkraut ist ein Problem, weil es den den Palmen das spärliche Wasser streitig macht) die Bauern vor grosse Herausforderungen.
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