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Govinda, Indien

Govinda, Indien

Govinda, Indien

Govinda
Mumbai, Indien

Unser Partner, der Govinda-Versand ist ein Pionier der Arbeit mit ProduzentInnen in Indien. Neben dem Vertrieb von Ayurveda-Produkten und Naturkost arbeitet Doris Maiwald von Govinda seit 17 Jahren mit den Menschen zusammen, welche die Waschnüsse verarbeiten. Die Sammlung der Waschnüsse ist nicht jedem freigestellt, sondern wird von der indischen Forstverwaltung reglementiert, um den Wald zu schonen und Raubbau zu vermeiden. Wichtig hierbei ist auch, dass dadurch die Kinderarbeit kontrolliert wird (nur Erwachsene bekommen Lizenzen zum Sammeln). Im weiteren bietet Govinda im Trocknen und Knacken der Waschnüsse, dem Nähen der Stoffbeutel etc. wertvolle Arbeitsplätze in Bombay/Mumbai an. Da Govinda direkt vor Ort präsent ist kann die Einhaltung von fairen Anstellungsbedingungen garantiert werden.

In Indien gilt Sapindus mucorossi als antiquiert, «vielleicht ein Prozent der Bevölkerung braucht sie noch regelmässig», schätzt Saci Kumar. Denn sie müssen gesammelt und entkernt werden, eine Arbeit, für die es zwar viele willige und billige Hände gäbe, doch viel moderner – und in den Augen der meisten KonsumentInnen deshalb besser – sind industrielle Waschpulver. Immerhin, es gibt sie noch, die Waschnussbäume. Die Früchte der südindischen Art sind zwar qualitativ hochwertig – aber relativ klein, was sie für den Export wenig attraktiv macht. Besser eignen sich jene in Ostindien an der Grenze zu Nepal. Ein Teil der Nüsse, welche die Kumars bestellen, stammen ursprünglich sogar aus Nepal. Die Bauern nutzen mit dem Sammeln der Früchte die Zeit zwischen den Erntearbeiten und verdienen sich so ein Zubrot. «Alle benötigen sie eine Bewilligung der zuständigen Waldverwaltung», betont Saci Kumar. Händler kaufen die Ware auf und transportieren sie in mannsgrossen Jutesäcken nach Mumbai. Aktuell geschäften Kumars mit Lieferanten aus drei Regionen im Punjab und in Nepal. «Das macht uns unabhängig von schwankenden Ernten», lautet die Begründung. Zum andern sind die Nüsse je nach Region Ende Oktober respektive im Januar reif, was die Verarbeitung vereinfacht.

Vor vier Jahren lernte Saci Kumar auf einem Treffen der Hare Krishna-Kirche Doris Maiwald von der deutschen Handelsfirma Govinda Natur GmbH kennen. Im Anschluss daran orderte sie ayurvedische Medikamente – und stiess in Kumars Katalog auf die Waschnüsse. Im Sommer 2002 dann schickte er die erste Lieferung per Schiff. Die Zusammenarbeit lief zur Zufriedenheit beider Partner, und man einigte sich, dass die Kumars einzig an Govinda liefern, der deutsche Grosshändler andererseits nur von Kumars beziehen soll. 65 Tonnen verschiffte Kumar im 2004, dieses Jahr dürften es deutlich mehr sein. Denn der Gowinda-Versand liefert in weitere europäische Länder wie Belgien, Österreich, Italien und mit der Gebana AG auch in die Schweiz. Als nächstes plant Gowinda den Sprung in die USA.

Waschnüsse haben es Saci Kumar angetan: «Früher verwendeten wir daheim Waschpulver, aber heute haben wir selbstverständlich komplett auf die Nüsse umgestellt – und alles wird sauber», freut sich der Junior-Chef. Beim blossen Handel und Konfektionieren soll es deshalb nicht bleiben. Man sei daran, ausserhalb Mumbais ein Stück Land zu kaufen, auf dem in grossem Stil Waschnüsse angepflanzt werden können. Dabei haben die Kumars keine eintönige Plantagen vor Augen, sondern wollen nach biologischen Richtlinien arbeiten. Bereits stehen die Kumars in Verhandlungen mit der niederländischen Zertifizierungsorganisation Skal, um von Beginn weg kontrollierte Bio-Ware liefern und damit auch einen bessern Preis lösen zu können.





 

 

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