Was tun mit einem ganzen Gitzi? Ein Erfahrungsbericht

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Food-Bloggerin Corinna Frei hat das ganze Gitzi aus unserem ‚Schweizweit ab Hof‘-Angebot bestellt. In diesem Erfahrungsbericht zeigt sie uns, wie sie das Paket verwertet hat – inklusive Rezept für ein jamaikanisch inspiriertes Gitzi-Curry.

Direkt zum Rezept: Jamaikanisch inspiriertes Gitzi-Curry

Über die Osterfeiertage hatten wir Familie zu Besuch und es gab ganz klassisch Gitzibraten. Für das Gericht haben wir eine Gitzischulter aus unserer gebana Lieferung aus dem Prättigau verwendet.

Was macht man aber mit dem Rest des Gitzis? Welche Aromen passen? Und wie läuft die Fleischlieferung von gebana ab? Genau darum geht’s in diesem Erfahrungsbericht.

Ganzes Gitzi aus biologischer Haltung im Prättigau

In der Lieferung von gebana war ein ganzes Schweizer Gitzi aus biologischer Haltung in St. Antönien im Prättigau. Versendet wird das Fleisch direkt ab Hof der produzierenden Bauernfamilie. Was aber noch wichtiger ist: Das Gitzi kommt nicht etwa komplett, sondern ist präpariert und portionsweise vakuumiert.

Im Paket enthalten sind je zwei Schultern und Gigots mit Knochen (4 Pakete), Rücken, Voressen mit Knochen und Innereien (Leber und Nieren); insgesamt etwa 6 Kilo.

Wie wird das ganze Gitzi geliefert, wie gross ist die Menge und wie lagert man es am besten?

Geliefert wird via Mondexpress, das heisst der Pöstler klingelt morgens zwischen 7 und 9 Uhr und übergibt die Kühlware. Das Fleisch geht ab in den Tiefkühlschrank – bei uns haben die vakuumierten Stücke locker in eine Schublade gepasst. Zum Kühlen werden übrigens gefrorene Apfelsaftschorle-Flaschen verwendet - praktisch und lecker.

Zum Auftauen legen wir die vakuumierten Stücke, die wir verarbeiten wollen, rechtzeitig in den Kühlschrank zum Auftauen. Wenn es schneller gehen soll, legen wir es in eine Schale Wasser. Vor allem bei kleineren Päckchen, wie dem von uns im Rezept verarbeiteten Voressen, geht das recht schnell.

Natürlich können Sie einen Teil der Lieferung auch direkt in den Kühlschrank packen: Die Innereien halten sich in Originalpackung im untersten Fach des Kühlschranks bis zu 2 Tage lang. Geschnetzeltes ist dort circa 7 Tage lang haltbar, die grösseren Stücke bis zu 10 Tage.

Wie geht man mit den vorportionierten Stücken um (im Zwei-Personen-Haushalt)?

Die einzeln vakuumierten Portionen sind unserer Erfahrung nach ideal für zwei Personen. Ausserdem sehr praktisch ist die Beschriftung der einzelnen Portionen. So findet man im Tiefkühler ganz einfach was man sucht.

Wie schmeckt Gitzi – und was passt dazu?

Geschmacklich ähnelt das Fleisch von Gitzi dem vom Lamm, allerdings ist es weniger fettig und im Geschmack feiner. Entsprechend vielseitig lässt es sich verarbeiten: kurz gebraten und geschmort. Mit feinen Kräutern oder orientalischen Gewürzen. Da kann man viel ausprobieren.

Was macht man mit den verschiedenen Stücken?

Und damit Sie ein paar Anregungen haben, hier ein paar konkrete Vorschläge:

Dabei muss man sich nicht ausschliesslich an der Schweizer oder mediterranen Küche orientieren. In Indien oder Jamaika beispielsweise landet Gitzi im Curry.

Ich habe super viele Kochbücher zuhause und für dieses Rezept habe ich mich vom Buch „CURRY Die 120 besten Rezepte von Indien bis Afrika“ von Vivek Singh inspirieren lassen, in dem sich gleich mehrere Rezepte mit Gitzi finden. Direkt angesprochen hat mich ein jamaikanisches Gitzi-Curry – meine Variante des Currys zum Nachkochen habe ich hier mitgebracht. Viel Spass beim Ausprobieren!


Rezept: Jamaikanisch inspiriertes Gitzi-Curry

Zutaten für 2 bis 3 Personen:

  • 1 kg Gitzi-Voressen mit Knochen (im Paket sind 4 vakuumierte Pakete mit je 500 g enthalten)
  • 1 EL Schnittlauch, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, feingehackt
  • 1⁄2 Bund Thymian, die Blätter gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL mittelscharfes Curry
  • 1 TL Piment, fein gemahlen oder im Mörser zerstossen
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • geriebener, frischer Ingwer
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1-2 frische Chilischoten (optional)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 1 TL Salz
  • Zum Abschmecken: Limettensaft und Salz

Zubereitung:

Hinweis: das Rezept braucht etwas Vorbereitung! Das Fleisch wird mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) mariniert und ist auch eine ganze Weile im Topf.

  1. Vorbereitung ist alles: Die Fleischwürfel in eine grosse Schüssel geben und mit Schnittlauch, der Hälfte des Knoblauchs und Thymians, Piment und 1 EL Currypulver vermischen und zugedeckt mindestens 4 Stunden durchziehen lassen. In einer zweiten, kleineren Schüssel die restlichen Zutaten für das Curry vorbereiten und mischen: der restliche Knoblauch und Thymian plus die gewürfelte Zwiebel und der geriebene Ingwer.
  2. Sobald das Fleisch ausreichend mariniert ist, das Öl in einem grossen Topf erhitzen und die vorbereiteten Zutaten in der kleinen Schüssel bei mittlerer Hitze anbraten bis die Zwiebeln anfangen Farbe zu bekommen. Das dauert ein paar Minuten.
  3. Das restliche Currypulver (1EL) mit 50 ml Wasser anrühren, mit in den Topf geben und unter Rühren garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dann die marinierten Fleischwürfel zugeben und unter ständigem Rühren rundum anbraten.
  4. Salz und wenn gewünscht noch frische Chilischoten zugeben und mit der Kokosmilch und 100 ml Wasser aufgiessen. Das Curry einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren und zugedeckt zwei Stunden köcheln lassen.
  5. Nach den zwei Stunden den Deckel abnehmen und das Curry etwas einreduzieren lassen, bis das Fleisch weich und die Sauce angedickt ist. Das fertige Gitzi-Curry mit Limettensaft und Salz abschmecken und mit Reis servieren.

Über Corinna Frei

Auf ihrem Blog SCHÜSSELGLÜCK teilt Corinna Frei seit 2015 einfache, gesunde Rezepte und Inspiration rund um die Themen bewusster Lifestyle und ätherische Öle. Neben dem Blog gibt sie Workshops und arbeitet als Aromaberaterin. Mit gebana arbeitet sie seit drei Jahren zusammen. 2021 ist sie von Frankfurt nach Winterthur gezogen.