gebana Brasil

Standort: Capanema, Paraná, Brasilien
Zusammenarbeit seit: 1998
Anzahl Mitarbeitende: 24 ganzjährig + 9 saisonal
Anzahl Bauern: 104
Produkte: Soja, Sojaöl, Sojapresskuchen, Lezithin, Bohnen, Mais, Weizen, Hafer, Reis, Raps
Zertifizierungen: Bio, Bio Suisse, FLO, GMP+B2

gebana Brasil

Standort: Capanema, Paraná, Brasilien
Zusammenarbeit seit: 1998
Anzahl Mitarbeitende: 24 ganzjährig + 9 saisonal
Anzahl Bauern: 104
Produkte: Soja, Sojaöl, Sojapresskuchen, Lezithin, Bohnen, Mais, Weizen, Hafer, Reis, Raps
Zertifizierungen: Bio, Bio Suisse, FLO, GMP+B2

Pioniere des Bio-Sojas

In der Gemeinde Capanema im Südwesten Brasiliens, unweit der weltbekannten Wasserfälle von Iguaçu, begannen die ersten Kleinbauern bereits Ende der 1980er Jahre auf chemische Spritz- und Düngemitteln zu verzichten. Anlass für ihren Entscheid waren die Schäden durch Agrargifte, die sie beobachteten: Die Fischbestände in den Flüssen nahmen ab und wiederholt ereigneten sich teilweise tödliche Unfälle im Umgang mit den Chemikalien.

Investieren in Zukunft des Bio-Sojaanbaus

Dank moderner Anlagen produziert gebana Brasil heute Lebensmittelsoja höchster Qualität. Auch die Weiterverarbeitung der Sojabohnen zweiter Qualität zu Tierfutter, Öl und Lezithin erfolgt direkt vor Ort. Ein Lagerhaus am Hafen von Paranaguá erlaubt es, die Ware direkt in Container abzufüllen und zu versiegeln und ermöglicht so die Kontrolle bis zur Verschiffung. Doch nicht die gesamte Produktion wird exportiert: Brasilien ist ein wachsender Absatzmarkt für Bioprodukte. Inzwischen verkauft die gebana Brasil rund 1/3 der gesamten Produktion auf dem nationalen Markt. Um den Bio-Anbau von Soja langfristig wirtschaftlich nachhaltig zu machen, investiert gebana Brasil seit Jahren in die Mechanisierung der Unkrautbekämpfung. Lesen Sie in unserem Blogartikel "Herausforderungen des Bio-Soja Anbaus" mehr dazu.

"Es reicht!" Ein Bauerndorf wehrt sich gegen Agrarmulti

2010 wurde gebana Brasil von einem gewaltigen Chemikalien-Skandal erschüttert: Das umstrittene Agrargift Endosulfan, das von den konventionellen Grossbetrieben damals noch in grossem Stil eingesetzt wurde, hatte die gesamte Bio-Ernte verunreinigt. In der Folge konnte die gesamte Bio-Sojaernte zunächst nicht mehr als Bio-Qualität verkauft werden. Die drohenden Verluste hätten gebana Brasil beinahe in den Bankrott und mit ihr hunderte Kleinbauern in die konventionelle Landwirtschaft getrieben. Nur dank der erfolgreichen Kampagne "Chega - es reicht!" und breiter Unterstützung von Partnern, Kunden und Zertifizierungsstellen konnte der Bio-Sojaanbau in der Region Capanema gerettet werden.