Mexiko

Zapatistische Kooperative Yachil Xochobal Chulchan
Zusammenarbeit seit: 2008
Anzahl Bauernfamilien: 606
Produkt: Kaffee
Zertifizierung: Bio

Mexiko

Zapatistische Kooperative Yachil Xochobal Chulchan
Zusammenarbeit seit: 2008
Anzahl Bauernfamilien: 606
Produkt: Kaffee
Zertifizierung: Bio

Indigene Autonomie

Die Kaffeebäuerinnen und -bauern in Chiapas sind Teil der zapatistischen Bewegung. Diese organisiert sich im Süden Mexikos in autonomen, vom mexikanischen Staat unabhängigen Gemeinden, die ihr Bildungs- und Gesundheitswesen und die Rechtssprechung selbst verwalten. Dabei folgen sie den Ansätzen der Basisdemokratie, der solidarischen Ökonomie und der ökologischen Landwirtschaft.

Ihren Anfang nahm die Bewegung mit dem Zapatistischen Aufstand 1994, mit dem die indigene Bevölkerung Recht auf Selbstbestimmung forderte. Da der mexikanische Staat die indigene und ländliche Bevölkerung bezüglich Infrastruktur und Mitbestimmung bis heute stark vernachlässigt, haben die indigenen Gemeinden beschlossen, den Weg der Autonomie zu gehen.

Kaffee als Lebensgrundlage

Für die meisten Bauernfamilien in Südmexiko ist der Kaffee die einzige Einnahmequelle. Die Abnahme des Kaffees zu fairen Preisen, die Vorfinanzierung der Ernte und eine Solidaritätsabgabe sichern die Existenz der Kleinbauern und stärken die eigenständige Entwicklung der indigenen Region. In Zusammenarbeit mit dem Verein Café RebelDia - Direkte Solidarität mit Chiapas kauft, importiert und vertreibt die gebana seit 2008 Kaffee von der zapatistischen Kooperative Yachil Xochobal Chulchan im Hochland um Chenalhó.

Die Kooperative Yachil Xochobal Chulchan - zu deutsch Neues Licht am Himmel - wurde 1998 gegründet und exportiert seit 2001 biologisch zertifizierten Arabica-Kaffee. Mit dem Projekt einer eigenen Rösterei möchte die Kooperative in Zukunft die Wertschöpfung vor Ort steigern und gleichzeitig Ausbildungsplätze und damit Perspektiven für Jugendliche schaffen.