Weltweit ab Hof

Wir schaffen Marktzugang und liefern erstklassige Lebensmittel direkt vom Bauern zu Ihnen.

Das machen wir

Wir stellen Produzenten unser Know How über Qualität, Logistik und Handel zur Verfügung und ermöglichen ihnen über unsere Plattform einen ersten Export ihres Produkts – der erste Schritt zu Marktzugang. Wir engagieren uns überdies in verschiedenen Produktionsländern. Wir investieren und entwickeln mit Bauernfamilien und lokalen Verarbeitern nachhaltige und marktfähige Produkte und verkaufen diese. So tragen wir dazu bei, dass die durch kleinbäuerliche Strukturen und lokale Verarbeitung geschaffenen Werte bezahlt werden und langfristig erhalten bleiben.

So arbeiten wir:

  • Wir schliessen Verträge mit den Bauernfamilien ab und bezahlen ihnen einen korrekten Preis, beraten sie im Bioanbau und organisieren die Zertifizierungen.
  • Wir verarbeiten die Produkte möglichst lokal und schaffen dadurch Arbeitsplätze.
  • Wir investieren in den Ursprungsländern und gehen damit grosse Risiken ein. Wir bleiben auch wenn's schwierig wird, denn wir glauben, dass für echte Entwicklung Vertrauen, Mut und Geduld nötig sind.
  • Durch die Herstellung direkter Verbindung zwischen Produzenten und Konsumentinnen wird der Zwischenhandel wo immer möglich ausgeschaltet. Darum sind unsere Produkte sehr frisch und trotz höchsten Standards dennoch bezahlbar.
  • Unsere Verkaufseinheiten sind grösser als im Detailhandel üblich, denn wir belassen die Produkte möglichst so, wie sie im Ursprungsland abgepackt werden. Dies spart zusätzliche Transporte und Verpackungsmaterial.

Woran wir 2016 konkret gearbeitet haben, können Sie in unserem aktuellen Jahresbericht nachlesen.

So sehen wir's:

  • Globalisierung ist eine Chance für die Bauern im Süden. Dazu sind allerdings faire Rahmenbedingungen im Handel sowie bei Zöllen und Subventionen unumgänglich
  • Wir haben bezüglich sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit höchste Ansprüche. Wir hinterfragen bestehende Strukturen und auch unser Handeln, das oft ungenügend oder widersprüchlich ist. Wir konzentrieren uns auf schrittweise konkrete Verbesserungen und kommunizieren auch Probleme, nicht nur Erfolge.
  • Unser Verhältnis zu Zertifizierungen ist zwiespältig: Klare und strenge Standards sind wichtig, deren Umsetzung und Kontrolle jedoch aufwändig, bürokratisch und teuer. Wir sehen Nachhaltigkeit als gesamtheitliches Konzept, das über Standards und Zertifizierungen hinausgeht. Die gebana Richtlinien zum Herunterladen.
  • Wir nutzen unser Netzwerk, um konkrete, auch politische Probleme, gemeinsam mit unseren Produzenten anzugehen, zum Beispiel: Kleinbauern gegen Pestizide, Datteln für Tunesien, Kampagne Olivenöl, Zapatistische Kooperativen Chiapas

Unsere Geschichte

Die gebana AG wurde 1998 als Handelsfirma gegründet. Das Ziel war, soziale und ökologische Werte mit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit zu verbinden und nachhaltige Handelsketten für Lebensmittel aufzubauen. Als erstes Produkt wurde von Kleinbauern in Südbrasilien angebaute biologische GVO freie Soja gehandelt. Weitere Produkte und Partnerschaften in Burkina Faso, Tunesien, Togo und Benin sind über die Jahre dazugekommen.
Schon bald investierte die gebana gemeinsam mit ihren Partnern in lokale Verarbeitung und in die Unterstützung der Bauern. Die damit verbundenen Risiken, aber auch die einzigartige Nähe zu den Bauern zeichnen die gebana aus. Da der gebana die Mittel fehlten, um mit eigenen Markenprodukten erfolgreich zu sein, und weil sie für den reinen Rohwarenhandel zu klein war, begann die gebana bereits 2003 schrittweise einen kleinen Direktversand aufzubauen. Sie war der erste Bio&Fair Onlineshop der Schweiz. Damit wurde eine einzigartige direkte Verbindung zwischen Bauernfamilien in Entwicklungsländern und Konsumenten geschaffen.
Kurz nach dem zehnjährigen Jubiläum 2008 rutschte die gebana in eine grosse Krise: ein schlechtes Marktumfeld und die grossen Risiken in den Produktionsländern holten die kleine und zerbrechliche gebana ein. Dass die gebana in dieser Zeit nicht aufgeben musste, sondern sich erst recht entwickelte, verdankt sie ihrer grossen Vision und ihrem unzähmbaren Willen nicht aufzugeben, vor allem aber ihrem Umfeld: Tausenden von Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten, Partnern und Investoren, die gebana getragen haben. Diese Erfahrung liess die gebana sich neu sehen: als Netzwerk von Bauern und Kunden, das nachhaltige und erstklassige Produkte liefert. Ihr Zweck ist Marktanschluss zu schaffen für benachteiligte Menschen.

Die Bananenfrauen

Der Ursprung der gebana geht jedoch bis in die frühen 1970er Jahre zurück: Die „Bananenfrauen“ stellten damals die herkömmlichen, ausbeuterischen Strukturen des Bananenhandels öffentlich in Frage und gelten heute als die Pionierinnen des Fairen Handels in der Schweiz. Die Frauengruppe um Ursula Brunner nannte sich ab den 1980er Jahren dann "Arbeitsgemeinschaft gerechter Bananenhandel" - kurz gebana.
Bis heute ist das Gedankengut der Bananenfrauen ein wichtiger Pfeiler für unser Handeln: Gedanken zum fairen Handel von gebana-Gründerin Ursula Brunner.