Wilde Kapern aus Palästina

Der Nahostkonflikt und die Armut belasten den Alltag der Bauern im Westjordanland. Unter diesen schwierigen Umständen geht eine Gruppe von Kleinbauern ganz neue Wege und versucht, einen ersten Export von wildwachsenden Kapern in die Schweiz zu starten!

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Wilde Kapern aus Palästina

Der Nahostkonflikt und die Armut belasten den Alltag der Bauern im Westjordanland. Unter diesen schwierigen Umständen geht eine Gruppe von Kleinbauern ganz neue Wege und versucht, einen ersten Export von wildwachsenden Kapern in die Schweiz zu starten!

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Wassermangel, fehlende Produktionsmittel und das Fehlen eines funktionierendes Staates sind tägliche Begleiter der palästinensischen Bauern. Trotz all dieser Schwierigkeiten ist eine Kooperative in Jenin, im Norden der Westbank, fest entschlossen, durch einen ersten Export erlesener Spezialitäten in die Schweiz positive Perspektiven zu schaffen. Mehr noch: sie möchten mit Ihrer Hilfe ein in der Region bislang unbekanntes Produkt als neue Einkommensmöglichkeit entwickeln: wilde Kapern.

What can I do?

Es wurden genügend Bestellungen für den ersten Export gesammelt!

Interessiert Sie dieses Projekt weiterhin? Dann tragen Sie sich hier ein und wir halten Sie regelmässig über die Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden.

Eindrücke

Bäuerin beim Sammeln von Kapernknospen.

Bäuerin beim Sammeln von Kapernknospen.

Links: Blühende Kapern. Rechts: Noch geschlossene Knospen.

Links: Blühende Kapern. Rechts: Noch geschlossene Knospen.

Das mediterrane Klima rund um Jenin ist vorteilhaft - leider haben die Bauern aber oft mit der Trockenheit zu kämpfen.

Das mediterrane Klima rund um Jenin ist vorteilhaft - leider haben die Bauern aber oft mit der Trockenheit zu kämpfen.

Othman Radi und sein Sohn beim Abfüllen der Kapern für die Probelieferung

Othman Radi und sein Sohn beim Abfüllen der Kapern für die Probelieferung

Die Produzenten

Die Kleinbauernorganisation Farmers Association Jenin unterstützt die Produzenten in der Region durch Beratungen in landwirtschaftlichen Praktiken und Vermarktungsstrategien. Von der Idee, wilde Kapern in die Schweiz zu exportieren, waren sie sofort begeistert. Sie erklärten sich trotz fehlendem Wissen über Kapern dazu bereit, bei der Entwicklung dieses neuen Produktes mitzuwirken. Sie sehen in diesem Projekt eine Möglichkeit, ihre Produkte zu einem fairen Preis zu verkaufen und dabei wichtige Erfahrungen im Aufbau einer landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette sammeln zu können.

Für die erstmalige Produktion von wilden Kapern aus Palästina sind vorerst zwei Bauernfamilien involviert: Othman Radi und seine Familie aus Lubban Al-Gharbeyeh bei Jerusalem und Hashem Abu Hassan und seine Familie aus Jenin.

Die Produkte

Die Frucht der Kapernpflanze: die Kapernäpfel

Die Frucht der Kapernpflanze: die Kapernäpfel

Die Knospen - eingelegt in Essigwasser und in Salz

Die Knospen - eingelegt in Essigwasser und in Salz

Diese Produkte finden Sie im Mischpaket: Kapernknospen, Kapernäpfel, Sumak und Freekhe

Diese Produkte finden Sie im Mischpaket: Kapernknospen, Kapernäpfel, Sumak und Freekhe - Za'tar fehlt im Bild

Die Produkte

Im Zentrum dieses Projekts stehen wilde Kapern. In der arabisch geprägten Küche des Westjordanlandes sind Kapern völlig unbekannt. Dies, obwohl Kapernpflanzen in der Region fast überall anzutreffen sind. Die Verarbeitung der Kapern ist für die Produzenten demnach Neuland und stellt sie vor eine grosse Herausforderung. Die Kapernpflanze ist äusserst resistent gegenüber Trockenheit und gedeiht da, wo sonst kaum andere Kulturpflanzen wachsen. Durch den Export von wild gesammelten Kapern versuchen die Produzenten somit eine komplett neue Einkommensquelle zu erschliessen, ohne bestehende landwirtschaftliche Flächen, beispielsweise für Olivenbäume, zu konkurrenzieren.

Zusätzlich zu den Kapern bieten die Kleinproduzenten drei palästinensische Spezialitäten als Kostprobe für einen allfälligen weiteren Export an: Sumak, Za'tar und Freekeh.  

  • Das Gewürz Sumak verleiht verschiedenen Gerichten eine erfrischende Note. Es wird häufig zum Würzen von Fleischgerichten oder Hummus verwendet – eignet sich aber auch hervorragend zu frischen Salaten; dabei kann Sumak bspw. als Essigersatz benutzt werden.  
  • Za‘tar ist eine traditionelle Palästinensische Gewürzmischung mit Thymian und Sesam. Mit Olivenöl gemischt, wird Za’tar häufig zu Fladenbrot und Hummus genossen.
  • Als Freekeh bezeichnet man Weizenkörner, die noch grün geerntet, geröstet und anschliessend grob gemahlen werden. Es ist ein altes palästinensisches Grundnahrungsmittel. Durch das frühe Ernten bleiben verschiedene wertvolle Proteine, Mineralstoffe und Vitamine im Korn erhalten, welche ansonsten beim Austrocknen der Pflanze verloren gehen. Freekeh wird wie Reis zubereitet. Die Palästinenser geniessen es zudem häufig als Suppe während des Ramadans.

Jenin - Westjordanland

Es wurden genügend Bestellungen für den ersten Export gesammelt!

Interessiert Sie dieses Projekt weiterhin? Dann tragen Sie sich hier ein und wir halten Sie regelmässig über die Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden.
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