La Belle Usine – unsere Fabrik in Burkina Faso
In unserer Fabrik in der Nähe von Bobo-Dioulasso verarbeiten wir sämtliche Cashews und getrockneten Mangos im gebana Shop. Mit der lokalen Verarbeitung schaffen wir Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort – und nehmen zahlreiche Risiken in Kauf.
MITARBEITENDE:
BELIEFERNDE BAUERNFAMILIEN:
VERARBEITETE ROHCASHEWS/TAG:
VERARBEITETE MANGOS/TAG:
GESAMTINVESTITION: 11 Millionen Euro
BAUZEIT: 3 Jahre
QUADRATMETER:
Warum investiert gebana, wo sonst niemand investiert?
Burkina Faso ist geprägt durch politische Instabilität. Das westafrikanische Land hat in den letzten Jahren gleich mehrere Militärputsche erlebt. Gleichzeitig bedrohen terroristische Gruppierungen die Menschen vor Ort. Kaum ein westliches Unternehmen investiert in langfristige Projekte im Land.
Trotz all dieser Widrigkeiten sind wir seit über 20 Jahren mit einer Tochtergesellschaft in Burkina Faso tätig – und das mit Erfolg. Die Anzahl der Mitarbeitenden sowie der Bauernfamilien, deren Mangos und Cashews wir einkaufen, ist in dieser Zeit beständig gestiegen. So stark, dass unser Verarbeitungsbetrieb in Bobo-Dioulassou bald zu klein wurde für unsere Arbeit.
So wirkt gebana in Burkina Faso
Einerseits ermöglicht uns die neue Fabrik, mit noch mehr Bauernfamilien zusammenzuarbeiten und ihnen ein langfristiges Einkommen zu bieten. Neben dem Bio- und Fairtrade-Preis erhalten sie im Rahmen unseres gebana Modells 10 Prozent des Verkaufspreises ihrer Produkte aus unserem Onlineshop. Ausserdem bieten wir den Bauernfamilien Unterstützung mit Schulungen zu nachhaltigen Anbaumethoden und versorgen sie mit landwirtschaftlichen Werkzeugen.
Andererseits sorgen wir mit der direkten Verarbeitung vor Ort dafür, dass mehr Wertschöpfung im Land bleibt und schaffen Arbeitsplätze. Das ist alles andere als selbstverständlich: Aktuell werden rund 90 Prozent der Cashewnüsse aus Westafrika fürs Knacken nach Asien transportiert. Unsere Fabrik ist damit ein wichtiger Motor für die lokale Wirtschaft. Und wir kommen unserem Ziel näher, unsere Wirkung in den nächsten Jahren zu verdoppeln.
Direkt aus La Belle Usine geliefert
Alle Cashews und getrockneten Mangos in unserem Shop stammen aus unserer Fabrik in Burkina Faso. Sie werden auf ihrer Reise nach Europa nie umgepackt.
Warum hat der Bau unserer neuen Fabrik so lange gedauert?
Ein Grossbauprojekt in Burkina Faso bringt nicht nur finanzielle Risiken mit sich, sondern auch tägliche Herausforderungen. Es mangelt sowohl an ausgebildeten und erfahrenen Bauarbeitenden als auch an der benötigten Infrastruktur. Bereits die Versorgung mit Wasser und Strom ist eine grosse Herausforderung, die uns bis heute beschäftigt.
Hinzu kommen administrative Prozesse, die sich über Wochen und Monate hinziehen können. Die beiden Militärputschs im Jahr 2022 sorgten dafür, dass wir über ein Jahr auf unsere Baubewilligung warten mussten.
Zudem machten uns die klimatischen Bedingungen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. So nahm die Vorbereitung des Geländes durch die Regenzeit deutlich mehr Zeit in Anspruch als erwartet. Durch diese zahlreichen Hürden dauerte der Bauprozess über drei Jahre.
Auch nach der Eröffnung der Fabrik warten immer neue Herausforderungen auf uns. Nun müssen wir beweisen, dass wir die hohen Produktionsziele, die wir uns gesetzt haben, auch erreichen können. Und wir brauchen genügend Grosskunden, die uns diese neuen Mengen auch abnehmen.
Trotz all dieser Unsicherheiten und Hürden sind wir überzeugt, dass sich unsere Investition vor Ort auszahlt. Nur wenn wir Risiken eingehen, können wir nachhaltig etwas bewirken!
Wie alles begann: Unser Crowdfunding Walls Against Walls
2021 nahm unser Plan für einen neuen grösseren Verarbeitungsbetrieb in Burkina Faso seinen Anfang. Mit dem Crowdprojekt Walls Against Walls sammelten wir über 900'000 Euro für den Bau, mehr als 2000 Menschen unterstützten das Bauprojekt mit einer Spende.
Wie der Name unseres Crowdfundings Walls Against Walls andeutete, sollte die Mauer um das Fabrikgelände nicht trennen, sondern verbinden. Ende 2024 setzten wir das in die Tat um: 20 lokale Künstler:innen haben sich mit ihren Kunstwerken an der Mauer um das Fabrikgelände verewigt.
Mit dem Startkapital aus dem Crowdfunding konnten wir unsere Vision in die Tat umsetzen. Es freut uns nach wie vor, dass so viele Menschen von Anfang an an unser Vorhaben glaubten.
Einer der Geldgeber für unser Projekt ist EDFI-AgriFI. Das ist ein von der Europäischen Union finanzierter und von der EDFI Management Gesellschaft verwalteter Investitionsfonds mit dem Auftrag, mittel- bis langfristige Finanzierungen für Unternehmen des Privatsektors bereitzustellen, die in der Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft tätig sind. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung von Kleinbauernfamilien.
Unser Projekt wird zudem unterstützt von der Belgian Investment Company for Developing Countries, BIO. Dies ist eine Entwicklungsfinanzierungsinstitution, die 2001 von der belgischen Entwicklungszusammenarbeit gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, das Wachstum des Privatsektors in Afrika, Asien und Lateinamerika zu unterstützen. BIO bietet langfristige Finanzierungen für Unternehmen, den Finanzsektor und private Infrastrukturprojekte sowie Zuschüsse für Machbarkeitsstudien und technische Hilfsprogramme. BIO investiert in Projekte, die eine hohe und nachhaltige Entwicklungswirkung mit einer bescheidenen finanzielle Rendite anstreben. BIO ist ein Mitglied der EDFI.