Der Weg der Mango
Unsere getrockneten Mangos stammen aus Burkina Faso. Vom Baum bis in die Verpackung legen die Früchte einen beeindruckenden Weg zurück.
Ernten
Mangobäume wachsen in Burkina Faso fast überall, denn die klimatischen Bedingungen sind für die Früchte ideal. Die Bauernfamilien schneiden die Bäume zurück, damit sie bei der Ernte auch die obersten Früchte mit dem Kescher, einer langen Stange mit Auffangvorrichtung, erreichen. Ausserdem pflügen sie den Boden um, damit er Nährstoffe aufnehmen kann und das Gras nicht zu hoch wächst – denn das würde in der Trockenzeit die Brandgefahr erhöhen.
Im Sommer kommen die Bauernfamilien immer wieder auf das Feld und ernten die Früchte, welche fast reif sind. Perfekt reif dürfen sie noch nicht sein, sonst wäre nach dem Transport in die Trocknungsanlage nur noch Mus von ihnen übrig.
Die geernteten Mangos werden am Rand des Grundstücks gestapelt und dort von einem Sammler – meist auf einem dreirädrigen Motorrad mit Ladefläche – abgeholt und ins Dorf gebracht, wo sie von einem kleinen Lastwagen weitertransportiert werden.
Im Video sehen Sie wie die Mangoernte vor Ort abläuft:
Trocknen
Rund ein Viertel der getrockneten Mangos werden in unserer Fabrik in der Nähe von Bobo-Dioulasso verarbeitet. Der Rest stammt von externen Verarbeitungsbetrieben. Einmal angekommen, sortieren die Mitarbeitenden die frischen Mangos und wiegen sie, um den Preis zu bestimmen. Damit die Früchte nachreifen können, werden sie in ein grosses Becken gelegt und einige Tage zugedeckt. Zum Schluss sortieren die Mitarbeitenden die Früchte erneut und waschen sie dann mehrfach mit Wasser, um sie von Staub und Erde zu befreien.
Danach werden die Früchte von verschiedenen Teams zum Trocknen vorbereitet: Die einen schälen die Früchte, die anderen schneiden sie in Stücke, die nächsten wiederum legen sie auf Trocknungsgittern aus. Anschliessend landen die Schnitze im Ofen, worin sie rund 14 bis 18 Stunden lang getrocknet werden. Die Energie dafür gewinnen wir aus den Cashewschalen, mit denen wir den Boiler auf dem Fabrikgelände befeuern.
Sortieren und verpacken
Sind die Mangos fertig getrocknet, werden sie aus dem Ofen genommen, abgekühlt und vom Trocknungsgitter entfernt. Danach kontrollieren Mitarbeitende die Mangos, sortieren zu dunkle oder trockene Stücke aus und verkleinern zu grosse. Nach der Kategorisierung in 1. und 2. Qualität füllen die Arbeiter:innen die Mangoschnitze in Plastikbeutel ab.
Sämtliche Mangos – auch jene die wir von externen Betrieben trocknen lassen – werden in unserer Fabrik nochmals gründlich kontrolliert. Stimmen die Grösse, Sorte, Farbe und der Feuchtigkeitsgehalt mit der Bestellung und Spezifikation überein? Und sind die richtigen Papiere dabei? Diese sind wichtig, denn sie garantieren eine lückenlose Rückverfolgbarkeit.
Als nächstes folgt ein Metalldetektortest, dann wird den Beuteln der Sauerstoff entzogen und sie werden mit einer Mischung aus CO2 und Stickstoff gefüllt. Die wiederverschlossenen Beutel werden etikettiert und sind für den Export bereit.
Transport nach Europa
Noch bei gebana Burkina Faso werden die Mangos in einen gekühlten Schiffscontainer geladen – etwa 20 Tonnen Trockenmangos passen hinein. Einmal versiegelt wird er erst in den Niederlanden wieder geöffnet. Ist die Zuglinie nicht aus irgendeinem Grund geschlossen, wird der Container per Eisenbahn zum Hafen Abidjan in der Elfenbeinküste transportiert und dort direkt auf ein Schiff geladen. Nach zwei bis drei Wochen auf See kommt der Container dann in Rotterdam oder Antwerpen an und wird zum gebana Lager in den Niederlanden gebracht. Ein Teil davon landet in unseren Versandlagern für den Onlineshop in Embrach und Singen und schlussendlich in Ihrem Voratsschrank.