Echte Orangen bei gebana
Seit 2020 bringen wir echte Orangen aus Griechenland zu unseren Kund:innen nach Hause. Auf dieser Seite erfahren Sie, was wir unter echten Orangen verstehen, wie sie sich von normalen Orangen unterscheiden und warum Sie gleich 13 Kilo auf einmal erhalten.
Was sind echte Orangen?
Echte Orangen sind gross, klein, vernarbt, deformiert, perfekt, gesprenkelt, satt orange oder auch mal grün.
Grüne Orangen? Ja, die Farbe einer Orange sagt nichts über ihren Reifegrad aus. Lediglich der Saftgehalt und ihr Geschmack sind entscheidend. Die namensgebende Farbe erhalten die Früchte erst, wenn die Temperaturen auf den Feldern nachts auf unter 13 Grad sinken. Aus diesem Grund werden Orangen in Ländern nahe des Äquators nie orange.
Kurz gesagt zeigen uns echte Orangen die ganze Vielfalt der Natur. Ganz so, als würden wir die Früchte selbst vom Baum pflücken.
Warum 13 Kilo?
Frische Früchte prüfen wir auf Qualität und schicken sie dann direkt in der Kiste an Sie weiter, in der sie bei uns ankommen. Sie in kleinere Packungen umzufüllen, würde uns mehr Arbeitszeit, mehr Platz sowie mehr Verpackungsmaterial kosten und die Früchte schlussendlich teurer machen.
Warum auf Vorbestellung?
Wollen wir den richtig guten Geschmack, müssen wir uns nach der Natur richten und nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass Sie warten, bis die Orangen wirklich reif sind. Durch Ihre Vorbestellungen wissen wir ausserdem im Voraus, wann wir wie viele Früchte brauchen. Das hilft uns und den Bauernfamilien, die Saison zu planen.
Wieso gibt es im Supermarkt keine echten Orangen?
Die Lebensmittelbranche ist heute so auf Effizienz getrimmt, dass sie Orangen genauso handelt wie Baumärkte Schrauben. Alle gleich, jederzeit austauschbar und genau so wie es die Konsument:innen angeblich wollen. Damit das System auch garantiert funktioniert, hat sich der Handel schon vor vielen Jahren die Unterstützung der EU gesichert.
Zum Beispiel mit den EU-Vermarktungsnormen für Zitrusfrüchte (heute Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429, vormals Verordnung (EU) Nr. 543/2011). Diese Regulierung gibt vor, wie Orangen für den Verkauf an Endkonsument:innen auszusehen haben. Sie müssen orange, intakt, frei von Druckstellen oder starken Narben sein und mindestens 53 Millimeter Durchmesser haben.
In unserem Video über diese normalen Orangen sehen Sie, was die Exporteure so alles mit den Früchten anstellen, damit möglichst viele der Norm entsprechen.
Die im Video genannte Verordnung 543/2011 wurde per 1. Januar 2025 durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429 ersetzt – mehr dazu im Abschnitt weiter unten.
Was bedeutet all das für die Bauernfamilien?
Die Bauernfamilien, mit denen wir zusammenarbeiten, mussten in der Vergangenheit bis zu 35 Prozent ihrer Ernte pro Saison aussortieren, da sie nicht der Norm entsprachen.
Diese aussortierten Orangen können die Produzent:innen nur noch auf dem lokalen Markt oder an die Saftindustrie verkaufen. 2019 haben wir uns deshalb entschlossen, etwas gegen diesen Irrsinn zu unternehmen:
2019 lancierten wir eine Petition und eine Kampagne zur Befreiung der illegalen Orangen, um eine Ausnahme von der damals geltenden EU-Norm zu erwirken – notfalls, indem wir die unsinnigen Regeln bewusst brechen. Soweit mussten wir am Ende nicht gehen: Die EU wies uns auf eine eigene Ausnahmeregelung hin, die eigentlich für die Verarbeitungsindustrie gedacht war. Ob sie auch für den Verkauf an Konsument:innen galt, lag damals im Ermessen der einzelnen Mitgliedstaaten – wir bewegten uns in einer Grauzone und nutzten sie.
Die Zauberworte lauteten: zur Verarbeitung bestimmt. Früchte, die offiziell zur Verarbeitung bestimmt waren, konnten aussehen, wie sie wollten. Die Transportkisten mussten lediglich mit ebendiesen Worten gekennzeichnet sein: Zur Verarbeitung bestimmt.
Diese Grauzone gibt es nicht mehr. Per 1. Januar 2025 ersetzte die EU ihre Vermarktungsnormen (Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429). Der Verkauf an Konsument:innen zur eigenen Verarbeitung ist darin ausdrücklich vorgesehen und keine Ermessensfrage einzelner Länder mehr. Die Kennzeichnung als zur Verarbeitung bestimmt brauchen wir dafür weiterhin.
Dank den echten Orangen und unseres Ansatzes des Teilens erhalten die Bauernfamilien in Griechenland heute rund dreimal so viel, als wenn sie ihre Früchte an den Einzelhandel verkaufen würden. Lesen Sie auf unserer Seite zum Thema Teilen mehr darüber, was, wie viel und warum wir teilen.
Jetzt echte Orangen vorbestellen
Die echten Orangen sind jeweils ab etwa Ende August in unserem Onlineshop vorbestellbar. In jeder Saison gibt es insgesamt fünf Liefertermine, vier im Winter und einen im Sommer. Wenn gerade keine Saison ist, können Sie sich die Früchte vormerken und wir informieren Sie, sobald sich das Bestellfenster öffnet.
Neben Orangen liefern wir zudem Clementinen, Zitronen und Grapefruit. Die Bauernfamilien freuen sich auf Ihre Bestellung.